Der Bildungsminister Sachsen-Anhalts Jan Riedel informierte am 15.01.2026 den Bildungsausschuss des Landtags über die Unterrichtsversorgung an den öffentlichen Schulen des Landes.

Er bezeichnet diese als „stabil“. Die Unterrichtsversorgung ist an den allgemeinbildenden Schulen insgesamt von 94,0 Prozent auf 93,7 Prozent abgerutscht. Lediglich an den berufsbildenden Schulen stieg die Unterrichtsversorgung leicht an von 92,7 auf 93 Prozent. Aber alles ist noch weit von dem angestrebten Ziel von 102,3 Prozent im Koalitionsvertrag weit entfernt.

Einzig positiv ist die Entwicklung an den Grundschulen. Hier ist die UVS mit 97,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (95,7 Prozent) sogar deutlich gestiegen. An den anderen Schulformen ist die Unterrichtsversorgung dagegen gesunken.

„Bei den vorgelegten Zahlen von einer stabilen Unterrichtsversorgung zu sprechen, entbehrt jeder Grundlage. Die Zahlen sprechen für sich“ kommentiert Torsten Wahl, Landesvorsitzender des Verbandes

An den Gymnasien beträgt sie 98 Prozent (Vorjahr: 98,8%), an den Sekundarschulen 87,0 Prozent (Vorjahr: 87,5%), an den Gemeinschaftsschulen 90,7 Prozent (Vorjahr: 92,2%) und an den Förderschulen 89,3 Prozent (Vorjahr: 91,1%).

Lediglich an den Berufsschulen (BbS) stieg die Unterrichtsversorgung auf 93,0 Prozent (Vorjahr 92,7 Prozent) im laufenden Schuljahr.

„Diese Zahlen der Unterrichtsversorgung kamen nur durch das hohe persönliche Engagement und durch Einschnitte bei der Teilzeit der Lehrkräfte zustande. Viele Lehrkräfte stimmten der Umwandlung der Vorgriffsstunde in eine Zusatzstunde, mit Blick auf die ohnehin schon überlasteten Schulleitungen, zu. Ohne diese läge die Unterrichtsversorgung sogar nur bei 91,5 Prozent“ so Wahl weiter.

 

vbe-redaktionsteam

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