VBE Sachsen-Anhalt warnt vor überhasteten Reformen und fordert Verlässlichkeit für Schulen

Auf seinem Landesvertretertag am 27. März 2026 hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Sachsen-Anhalt intensiv darüber beraten, wie das Bildungssystem des Landes in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden sollte. Die Delegierten sprachen sich mit großer Mehrheit dafür aus, schulische Strukturen zu stabilisieren, statt sie erneut grundlegend umzubauen. Eine gleichzeitige strukturelle und inhaltliche Reform überfordere die Schulen und gehe zulasten dringend notwendiger pädagogischer Weiterentwicklungen.

Der VBE Sachsen-Anhalt spricht sich dafür aus, schulische Strukturen zu stabilisieren, statt sie erneut grundlegend umzubauen. Eine gleichzeitige strukturelle und inhaltliche Reform überfordere die Schulen und gehe zulasten dringend notwendiger pädagogischer Weiterentwicklungen. Der VBE Sachsen-Anhalt lehnt die Etablierung einer „Neuen Oberschule“ inklusive eventueller Zwangsfusionierung ab.

„Beide Schulformen haben sich bewährt und erfüllen unterschiedliche pädagogische Profile. Eine Umwandlung schafft Unruhe, aber keinen Mehrwert“, betont Torsten Wahl, Landesvorsitzender des VBE Sachsen-Anhalt.

Der VBE Sachsen-Anhalt fordert daher:

  • den Erhalt bewährter Schulstrukturen
  • die Stärkung multiprofessioneller Teams
  • einen klaren Fokus auf Unterrichtsqualität und echte Entlastung

Der VBE begrüßt, dass Bildung in den Wahlprogrammen zur Landtagswahl 2026 eine zentrale Rolle spielt. Gleichzeitig warnt der Verband vor Eingriffen, die Schulen zusätzlich belasten und die Bildungsqualität gefährden.

VBE sagt klar Nein zum unausgereiften 4+1-Modell

Das von der Landespolitik diskutierte Modell – vier Tage Unterricht in der Schule und ein zusätzlicher Praxis- oder digitaler Lerntag – lehnt der VBE entschieden ab.

„Unsere Schulen brauchen Verlässlichkeit, ausreichend Personal und pädagogische Kontinuität. Das 4+1-Modell schafft das Gegenteil“, so Wahl weiter.

Aus Sicht des Verbandes sprechen mehrere Gründe gegen das unausgereifte Modell:

  • fehlende personelle und organisatorische Voraussetzungen
  • ungleiche Chancen zwischen Stadt und Land
  • didaktische Brüche und unklare Qualitätsstandards
  • zusätzliche Belastungen für Lehrkräfte und Schulleitungen

Stabilität, Ressourcen, Zeit – statt neuer Experimente

Der Verband unterstützt alle Maßnahmen, die Schulen entlasten, Lehrkräfte stärken und Bildungsgerechtigkeit fördern. Gleichzeitig mahnt er, Reformen nicht auf dem Rücken der Schulen auszutragen.

„Was unsere Schulen jetzt brauchen, sind Stabilität, Ressourcen und Zeit – keine zusätzlichen Experimente“, fasst Torsten Wahl zusammen.

 

vbe-redaktionsteam

Der Pressedienst kann hier heruntergeladen werden.

Gefällt mir:

Cookie Consent mit Real Cookie Banner