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Verband Bildung und Erziehung lehnt gerichtliches Eingreifen ab

Halle, 23. September 2008

Der Verband Bildung und Erziehung Sachsen-Anhalt lehnt das Eingreifen eines Gerichts in die schulische Entscheidung, ob ein Schüler Zugang zum Gymnasium erhält oder nicht, ab und warnt vor den fatalen Folgen.

Schulische Bildung und Erziehung muss sich sehr wohl an gewissen Normen ausrichten, ohne dass aber das pädagogische Ermessen dadurch ad absurdum geführt wird.

Hier ist aus Sicht des VBE ratsam, die Eltern der Schüler, die wünschen, dass Ihr Kind das Gymnasium besucht noch intensiver und vor allem rechtzeitig und kontinuierlich zu beraten und möglichtst einen Meinungskonsens von Elternhaus und Schule zu erreichen.

Eltern müssen initiativ werden und die notwendigen Informationen von den Schulen abfordern, weil zuförderst sie sorgeberechtigt und pflichtig sind.

Ein Übergang an ein Gymnasium „um jeden Preis“ und das anschließende Scheitern produziert sehr oft weitaus schwerwiegendere Probleme für die betroffenen Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und auch die Schule, welche sie dann aufnimmt- die Sekundarschule.

Hinzu kommt, dass die Entscheidung, das Kind vom Gymnasium an die Sekundarschule zu bringen, in den Familien so spät fällt, dass ein guter Abschluss an der Sekundarschule zwar erhofft, aber trotz guter Voraussetzungen nicht immer erreicht wird.

Eine völlige Öffnung des Zugangs zum Gymnasium bringt keine Qualitätssteigerung sondern nur einen zeitweiligen quantitativen Aufwuchs – oft nur bis zur  bis zum Ende der Sekundarstufe I.

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I, die das Gymnasium bis zum Beginn der Klasse 10 wieder verlassen, ansteigt, weil sie dem Leistungsdruck, dem sie sich ausgesetzt fühlen, nicht standhalten können.

Und das, obwohl auch diese Schülerinnen und Schüler eine Empfehlung für das Gymnasium bekommen haben.

VBE-Landesvorstand

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Artikel aus der Mitteldeutschen Zeitung

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